Was ist das: Integrale Lebenpraxis?

Seit über 30 Jahren hat sich der amerikanische Philosoph und Bewusstseins-Forscher Ken Wilber um die Weiter-Entwicklung des integralen Gedankens verdient gemacht. Ihm und seiner Community ist es gelungen, eine „Theorie von Allem“ zur Verfügung zu stellen, welche westliche und östliche Weisheitslehren, Psychologie, Medizin, Spiritualität, Philosophie, Wissenschaft und Kultur an einen Tisch bringt. In den integralen Landkarten finden nun alle Erfahrungen, Meinungen, Forschungen ihren Platz. Aber auch Wege in die LEERE, STILLE, LIEBE zurück, aus der alle Phänomene in Erscheinung treten. Es ist, als wenn man aus 20.000 m auf die Erde schaut. Aufgrund dieser gemeinsamen Grundlage können alle Disziplinen miteinander reden und sich und die Welt besser verstehen bzw. besser akzeptieren. Die Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen. Das sich ER-INNERN, was bereits an Möglichkeiten in uns angelegt ist, führt uns mehr Fülle, mehr Mitgefühl und zu einer zufriedeneren Gelassenheit. Es schafft Möglichkeiten vollständig Aufzuwachen … Jeder hat recht, aber nur teilweise. Wahr, aber nur Teil einer noch größeren Wahrheit!  K.W. Fazit:  Der Weg ist das Ziel. Alles ist in Bewegung. Alles ist ein Prozeß.

Die integralen Landkarten (AQAL)

Was ist damit gemeint: Unser Kosmos hat sich in den letzten 14 Milliarden Jahren immer weiter Entwickelt: Von Teilchen zu Atomen, zu Planeten, Sternen, Galaxien. Und plötzlich tauchte LEBEN auf, entwickelte sich weiter  und wurde schließlich sich selbst bewusst. Der Mensch erscheint auf dem kosmischen Plan und wird sich seiner Kopf-, Herz-, und Bauch-Intelligenz bewusst. Naja, manche mehr oder weniger. Das kann man überall auf der Welt ja sehen. Was letztendlich Bewusstsein ist, ist eines der letzten, grossen Fragen der Menschheit.  Siehe zum Beispiel das „Körper-Geist-Problem, Leib-Seele-Problem“ in der Philosophie. Ebenen des Bewusstseins Menschen machen schon vor ihrer Geburt eine Ent-Wicklung durch, die sich Fortsetzt und eventuell auf irgendeiner Stufe stehen bleibt. Diese Bewusstsein-Entwicklung (Ebenen, Stufen, Wellen) wurde auf der ganzen Welt beobachtet und ist belegt. Diese natürlichen „Hierachien“ entwickeln sich von selbst, können aber auch durch uns selbst angestossen werden. Erkenntnis und Bereitschaft ist dazu die Voraussetzung. Wilber weist dabei auf den Unterschied zwischen Wachstumshierarchien (z. B. Bedürfnispyramide von Maslow) und Herrschaftshierarchien hin:
„Herrschaftshierarchien bewirken Unterdrückung, Wachstumshierarchien beenden diese.“

1. Bewusstseinsebenen

nach Wulf Mirko Weinreich

2. Zustände

Zustände kommen und gehen. Wir schlafen abends ein, Träumen bewusst od. unbewusst, versinken in Tiefschlaf und wachen morgens wieder auf und werden uns unserer materiellen, aber auch unserer inneren Welt bewusst. Wir waren die ganze Zeit in subtilen und kausalen Räumen unterwegs. Zustände wechseln ständig. Man kann nicht gleichseitig nüchtern oder betrunken sein. Wir können glücklich sein, uns freuen, traurig-depressiv sein, Erfolgsgefühle haben, etwas langweilig und sinnlos finden etc. Die ILP hält viele Übungen bereit um Zustandsveränderung herbeizuführen. z.B. Meditation, Körperarbeit, Sozialkontakte, Tanzen, Sport, gute Gespräche, sinnvolle Arbeit …

Foto: The Endearing Designer

3. Die 4 Quadranten

Perspektien der gesamten Wirklichkeit – Innen Aussen, Individuell-Kollektiv.

Quadranten

4. Entwicklungs-Linien

Multiple Intelligenzien. Was kann ich gut, was kann ich weniger gut.

5. Typen

Es gibt unzählige Typologien: Typisch männlich-Typisch weiblich Meyer-Briggs DISG  usw. Wir in ILP befassen uns in der Hauptsache mit dem Enneagramm. Hellen Palmer, A.H. Almaas und Eli Jaxon-Bear sind in der integralen Szene angekommen und verhelfen dem Enneagramm zu einer Art Renaisance. Jürgen Gündel hat wertvollen Input in unsere ILP-Gruppe gegeben. Wichtig ist es zu wissen, daß das Enneagramm auf jeder Bewusstseins-Ebene in Erscheinung tritt.

Was ist das Enneagramm

Das Enneagramm beschreibt 9 typische Persönlichkeitsmuster und ist somit ein Schlüssel zum Bauplan meiner Persönlichkeit und zu meinem tieferen Wesen. z.B. Als Typ 6 „ticke“ ich wie die Millionen anderer 6er auf der Welt. Das kann ernüchternd aber auch sehr beruhigend sein, Wenn ich bei meiner Lebenspraxis durch die Brille des Enneagramms schaue und meinen Automatismus erkenne, ist Entwicklung möglich: in der Partnerschaft, im Beruf, in der Schule und vor allem bei meiner eigenen psychischen, sozialen und spirituellen Ent-Wicklung.

Soweit zu AQAL:
Quadranten, Bewusstseinsebenen, Zustände, Linien und Typen

Dies ist eine recht knappe und sehr verkürzte Einführung in die Landkarten der integralen Theorie. Wer mehr wissen will, möge sich der zahlreichen Literatur und Websites bedienen.

Außer dem sich befassen mit der integralen Theorie wird unbedingt ein „Crosstraining“ mit Körper, Verstand, Geist und Schatten empfohlen.